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Wann werden IT-Freelance-Projekte ausgeschrieben? Wochentag, Uhrzeit und Quartalswechsel

Die meisten neuen IT-Freelance-Projekte erscheinen dienstags bis donnerstags; werktags kommen 90 % zwischen 8 und 18 Uhr. Wer neue Projekte früh sieht, kann sich früh melden. Hier steht, wie sich neue Projekte über Wochentage, Uhrzeiten und den Monat verteilen – und ob es rund um den Quartalswechsel mehr werden.

Von . Datenbasis: 63.895 Ausschreibungen deutscher IT-Freelance-Projektbörsen, Mai 2026 – Oktober 2026. Veröffentlicht am , zuletzt aktualisiert am .

An welchen Wochentagen erscheinen die meisten IT-Projekte?

Dienstag bis Donnerstag liegen vorn und gleichauf: Sie bringen je 20 % bis 21 % der neuen Ausschreibungen einer Woche. Montag (18 %) und Freitag (18 %) bringen weniger. Samstag und Sonntag bringen zusammen 3 %. Die Anteile sind Mittelwerte über 19 vollständige Wochen ohne Feiertag.

  1. Montag18 %
  2. Dienstag21 %
  3. Mittwoch20 %
  4. Donnerstag20 %
  5. Freitag18 %
  6. Samstag2,2 %
  7. Sonntag0,8 %

Zu welcher Uhrzeit werden IT-Projekte ausgeschrieben?

Von 8 bis 18 Uhr erscheinen 90 % der Ausschreibungen eines Werktags, je Stunde 2,7 % bis 11 %. Am meisten kommt zwischen 11 und 12 Uhr und zwischen 15 und 17 Uhr hinzu. Zwischen 18 und 6 Uhr erscheinen 8,6 %; sie stehen um 6 Uhr morgens in den Daten. Zwischen 6 und 8 Uhr kommt kaum etwas hinzu: zusammen 1,2 %. Alle Zeiten sind deutsche Zeit; eine Ausschreibung zählt zu der Stunde, in der sie erschienen ist.

  1. 18–6 Uhr (nachts)8,6 %
  2. 6–7 Uhr0,5 %
  3. 7–8 Uhr0,8 %
  4. 8–9 Uhr2,7 %
  5. 9–10 Uhr7,6 %
  6. 10–11 Uhr10 %
  7. 11–12 Uhr11 %
  8. 12–13 Uhr8,5 %
  9. 13–14 Uhr8,8 %
  10. 14–15 Uhr10 %
  11. 15–16 Uhr11 %
  12. 16–17 Uhr11 %
  13. 17–18 Uhr8,7 %

Die Tabelle zeigt dasselbe für jeden Wochentag einzeln: Jede Zelle ist der Anteil an allen neuen Ausschreibungen einer Woche. Was nach 18 Uhr erscheint, steht in der ersten Zeile des nächsten Tages – am Montag also, was am Sonntagabend erschien.

Anteil an allen neuen Ausschreibungen einer Woche, in Prozent, je Wochentag und Stunde (deutsche Zeit). Je dunkler, desto mehr.
UhrMoDiMiDoFrSaSo
18–60,31,71,82,61,81,60,1
6–70,00,00,10,20,10,00,0
7–80,10,20,10,10,20,00,0
8–90,40,60,50,60,50,10,0
9–101,41,61,81,41,30,10,1
10–111,62,12,42,01,70,00,1
11–122,32,22,02,51,90,10,1
12–131,51,71,81,61,70,00,1
13–141,71,91,81,61,50,00,1
14–152,11,92,22,01,70,10,1
15–162,02,52,02,12,10,00,1
16–172,52,12,22,22,10,10,1
17–181,62,21,71,81,10,00,1

Werden zum Monatsanfang oder Monatsende mehr IT-Projekte ausgeschrieben?

Über den Monat verteilen sich neue Projekte gleichmäßig: Kein Abschnitt weicht über die übliche Schwankung hinaus vom Üblichen ab, die Abweichungen liegen zwischen −4 % und +5 %. Verglichen wird jeder Werktag mit demselben Wochentag in den 4 Wochen davor und danach; 0 % heißt: so viele neue Projekte wie üblich.

  1. 1. bis 5.−4 %
  2. 6. bis 10.+5 %
  3. 11. bis 15.+3 %
  4. 16. bis 20.+2 %
  5. 21. bis 25.−2 %
  6. 26. bis Monatsende−3 %

Gibt es zum Quartalswechsel mehr IT-Freelance-Projekte?

Eine verbreitete Annahme: Kurz vor und zu Beginn eines neuen Quartals werden besonders viele Projekte ausgeschrieben, weil Budgets für das neue Quartal bereitstehen und Projekte zum Quartalsanfang starten sollen. Stimmt das? Bisher nicht: In keinem der 4 untersuchten Zeitfenster rund um die Quartalswechsel erschienen mehr oder weniger neue Projekte, als die übliche Schwankung erklärt.

Beide Quartalsenden zusammen: 4 % weniger neue Projekte als üblich – im Rahmen der üblichen Schwankung. Beide Quartalsanfänge zusammen: etwa so viele neue Projekte wie üblich – im Rahmen der üblichen Schwankung. Nicht mitgezählt sind 5 Sammel-Einstellungen, bei denen auf einer Börse binnen kurzer Zeit weit mehr Ausschreibungen als üblich erschienen. Mit ihnen käme Ende Juni 2026 auf +6 % (rund 200 Ausschreibungen mehr am 24. Juni 2026 und 26. Juni 2026), Anfang Juli 2026 auf +8 % (rund 100 Ausschreibungen mehr am 6. Juli 2026), Ende September 2026 auf +6 % (rund 300 Ausschreibungen mehr am 30. September 2026) und Anfang Oktober 2026 auf +2 % (rund 80 Ausschreibungen mehr am 2. Oktober 2026).

Neue Ausschreibungen am Quartalsende und -anfang im Vergleich zu den vier Wochen davor und danach
Quartalswechselletzte 5 Werktageerste 5 Werktage
Juni → Juli 2026−5 %+2 %
September → Oktober 2026−3 %−1 %
alle zusammen−4 %0 %

Ein Pfeil (↑/↓) und Farbe kennzeichnen eine Abweichung jenseits der üblichen Schwankung; graue Werte liegen innerhalb.

Ende März lässt sich noch nicht prüfen: Die Daten beginnen im Mai 2026. Jede Neuerzeugung nimmt alle Quartalswechsel auf, die in den Daten liegen – sobald ein März dazugehört, steht er hier.

Beste Zeit für die Projektsuche: Was die Zahlen bedeuten

Projectmatch durchsucht die Projektbörsen jeden Tag von 6 bis 18 Uhr stündlich, gleicht jedes neue Projekt mit deinem Profil ab und bewirbt sich auf Wunsch automatisch. So siehst du ein passendes Projekt in der Stunde, in der es erscheint, statt Stunden später. Jetzt ausprobieren oder auf der Projektseite die aktuellen Ausschreibungen ansehen.

Siehe auch: IT-Freelance-Markt aktuell: der Monatsbericht, Laufzeit, Start und Verlängerung von IT-Freelance-Projekten, Remote und Homeoffice in IT-Freelance-Projekten und IT-Projektbörsen im Vergleich.

Methode

Was gezählt wird. Jede Ausschreibung, die Projectmatch auf einer der abgedeckten deutschen IT-Freelance-Projektbörsen zum ersten Mal findet – auch wenn ihre Beschreibung danach nicht vollständig ausgelesen werden konnte, etwa weil das Projekt schon wieder geschlossen war: Erschienen ist es trotzdem. Dieselbe Stelle, von mehreren Vermittlern oder auf mehreren Börsen ausgeschrieben, zählt mehrfach; für Freelancer ist jede Ausschreibung ein eigener Weg ins Projekt. Bei Einführung dieser Auswertung (Oktober 2026) verteilten sich solche Doppelungen etwa gleichmäßig über Wochentage und Stunden. Im Oktober 2026 kamen im Schnitt 625 neue Ausschreibungen pro Werktag hinzu.

Wie genau die Uhrzeit ist. Projectmatch ruft die Börsen jeden Tag von 6 bis 18 Uhr einmal pro Stunde ab, jeweils in den ersten Minuten der Stunde. Eine Ausschreibung zählt zu der Stunde vor dem Abruf, der sie zuerst fand: Was der Abruf um 10 Uhr neu findet, ist zwischen 9 und 10 Uhr erschienen. Genauer als auf die Stunde ist die Zeit nicht. Was nach 18 Uhr erscheint, findet erst der Abruf um 6 Uhr am nächsten Morgen; es zählt zu diesem Tag. Gemessen wird, wann eine Ausschreibung auf der Börse sichtbar wurde, nicht wann sie verfasst wurde. Uhrzeiten liegen seit dem 20. Juni 2026 vor.

Warum Anteile und Vergleiche statt absoluter Zahlen. Wie viele Ausschreibungen an einem Tag gezählt werden, hängt davon ab, welche Börsen abgedeckt sind und wie vollständig – und das hat sich seit Mai 2026 geändert: Börsen kamen hinzu, der Abruf einzelner Börsen fiel zeitweise aus. Deshalb vergleicht die Auswertung keine Tage über solche Änderungen hinweg. Wochentage und Stunden sind Anteile innerhalb derselben Woche. Monatsabschnitte und Quartalswechsel werden je Börse mit denselben Wochentagen derselben Börse in den Wochen davor und danach verglichen – sie sind das „Übliche“.

Bereinigung. Die ersten 7 Tage einer Börse sind ihr Erstimport – alles, was dort schon ausgeschrieben war – und zählen nicht. Eine Stunde einer Börse mit mehr als dem 2-Fachen ihrer üblichen Zahl plus 30 gilt als Sammel-Einstellung und wird auf das Übliche gekürzt; üblich ist der Median derselben Stunde an demselben Wochentag in den 4 Wochen davor und danach. Solche Spitzen entstehen, wenn ein Vermittler viele Projekte auf einmal einstellt oder seinen Bestand neu einstellt, oder wenn Projectmatch nach einem Ausfall nachholt; bisher wurden so 27 Spitzen mit zusammen 5.045 Ausschreibungen gekürzt. Ein Werktag einer Börse mit weniger als 50 % ihrer üblichen Zahl gilt als Ausfall und fehlt in allen Vergleichen (geprüft bei Börsen mit üblicherweise mindestens 10 Ausschreibungen am Tag; bisher 21 Tage einzelner Börsen). Ebenso fehlen Feiertage: die bundesweiten, Fronleichnam und Allerheiligen (Feiertage unter anderem in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen) sowie Heiligabend und Silvester. Wochen mit einem Feiertag fehlen im Wochentags- und Stundenvergleich.

Was als Unterschied zählt. Ein Wochentag oder eine Stunde gilt nur dann als schwächer als die stärkste, wenn der Anteil im Mittel mindestens 1 Prozentpunkt darunter liegt und der Abstand mindestens 2 Standardfehler beträgt, gemessen über die einzelnen Wochen (19 Wochen, mit Uhrzeit 17). Ein Monatsabschnitt oder ein Zeitfenster am Quartalswechsel gilt nur dann als über oder unter dem Üblichen, wenn es um mindestens 5 % abweicht und um mindestens 2 Standardfehler; diese kommen aus der Schwankung zwischen den Monaten beziehungsweise zwischen einzelnen Werktagen. Alles andere liegt „im Rahmen der üblichen Schwankung“.

Quartalswechsel. Verglichen werden die letzten 5 Werktage eines Quartals und die ersten 5 des nächsten mit den Werktagen der 4 Wochen davor und danach, je Börse und Wochentag. Eine Börse zählt nur mit, wenn sie in diesen Wochen mindestens 10 brauchbare Werktage hat und ihr Niveau danach nicht um mehr als das 2-Fache von dem davor abweicht – sonst hat sich ihre Abdeckung dazwischen geändert. Jede Neuerzeugung nimmt alle Quartalswechsel auf, die in den Daten liegen; die Zeile „alle zusammen“ prüft sie gemeinsam, und dieser Test wird mit jedem Quartal aussagekräftiger. Ein Monat fließt ein, sobald er vollständig in den Daten ist.

Die Zahlen beginnen im Mai 2026 und werden monatlich aktualisiert. Sie stehen unter der Lizenz CC BY 4.0: Du darfst sie frei verwenden, auch kommerziell, mit Quellenangabe „Projectmatch (projectmatch.io)“ und online mit einem Link auf diese Seite.